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Essen macht einfach Spaß. Schön mit Freunden eine Runde essen gehen…

„Wie wäre es mit einem gepflegten Besuch im Steak House?“

- „Was? Steak? Nein! Denk an die Tiere! Und überhaupt das Antibiotika!“

„Okay. Wie wäre es dann mit einem stilvollen Besuch beim Italiener?“

- „Wie bitte? So viel Kohlenhydrate? Und dann auch noch am Abend?“

„Gut… Hast du natürlich Recht. Vielleicht mal diesen neuen Clean Food Tempel ausprobieren?“

- „So clean ist der gar nicht. Hülsenfrüchte sind weit nicht so gesund, wie du denkst! Und dazu wird immer Brot gereicht. Brot!? Ernsthaft Brot?“

„Ganz ehrlich? Was willst du denn essen?“

- „Also da gibt es jetzt eine ganz, ganz tolle Diät. Detox und Logi kombiniert.“

„Ach komm… Ich hol mir jetzt einen Döner!“

So könnte im Jahr 2019 eine ganz normale Unterhaltung ablaufen, wenn es um die Frage geht, wo man zusammen isst. Die Gesellschaft ist gespalten in High-Carbler, Low-Carbler, Veganer, Vegetarier, Fleischliebhaber, Detox-Fanatiker und Co.

Aber es läuft einiges falsch im Ernährungsland. Gefühlt hat jeder seine eigene Ernährungsreligion und versucht alles, um möglichst viele vom Glauben zu bekehren.

Wir haben 7 Punkte gesammelt, die nicht gut laufen.

 

 

  1. Was wir in der Urzeit gegessen haben, wissen wir nicht genau.

Donut ErnährungDieser Punkt ist besonders bei Anhängern von Paleo und Co. bemerkbar. Hier wird versucht sich so steinzeitgerecht wie möglich zu ernähren. Fleisch, Beeren, Nüsse, Gemüse und Fisch stehen auf dem Speiseplan. Prinzipiell ja überhaupt nicht schlimm, sondern eher gesund.

Verarbeitete Lebensmittel und Kohlenhydrate in moderner Zubereitungsform sind verboten, denn die gab es ja in der Steinzeit nicht. Auch Käse steht auf der roten Liste.

Blöd nur, dass Käse beispielsweise wohl schon viel länger existiert, als viele gedacht haben. Erst 2018 wurde ein Fund am Mittelmeer gemacht. Demzufolge soll es Käse vielleicht schon seit 7.000 Jahren geben oder länger. Blöde, oder?

Ein großer Kritikpunkt der Argumentation ist, dass es keine einheitliche Steinzeiternährung gegeben haben kann. Das ist keine Raketenwissenschaft. Frühzeitliche Menschen, die an Küsten gelebt haben, haben logischerweise viel Fisch gegessen. Aber was war mit frühzeitlichen Menschen im Innenland, ohne Zugang zum Meer? Hier sah der Speiseplan bestimmt etwas anders aus. 😉

Und jetzt?

Jetzt haben wir schon zwei Paleo Ernährungen. Wer hat Recht?

Generell war die frühzeitliche Ernährung weitaus vielfältiger, als uns heute in den Kochbüchern weisgemacht werden soll. Überhaupt mutet es paradox an Kochbücher für eine Ernährungsform zu schreiben, in der gar nicht gekocht wurde, oder?

Ruhig Blut, liebe Paleo-Freunde. Das alles bedeutet nicht, dass Paleo schlecht ist. Nein, im Gegenteil. Paleo hat viele Vorteile. Aber eine Ernährungsform auf so vielen verschwommene Tatsachen zu begründen hat eben wenig mit Wissenschaft zu tun, sondern mehr mit Religion. Und die wird dann zum unumstößlichen Dogma. Das ist das Problem.

Aber dazu später mehr.

 

 

  1. Aufgrund einer Studie auf die Allgemeinheit schließen

Wissenschaft.Lachs Bagel Ernährung

WISSENSCHAFT!

Es scheint, als ob heutzutage die Wissenschaft der heilige Gral des Lebens ist. Alles muss wissenschaftlich sein. Alle Behauptungen müssen auf Wissenschaft gründen.

Das ist einerseits sehr gut. Denn die Wissenschaft liefert Erklärungen und Beobachtungen, die vielen Menschen helfen können.

Zwei Probleme gibt es bei der Wissenschaftshörigkeit aber:

  1. Das Vertrauen in den eigenen Körper wird verloren (siehe Punkt 6)
  2. Die meisten wissen gar nicht, wie Wissenschaft funktioniert

Zum ersten Punkt später mehr.

Beim zweiten Punkt wird mancher nun empört aufhorchen. Wie bitte? Na klar, weiß ich, wie Wissenschaft funktioniert!

Wirklich?

 

Wenn wir in den Medien über Ernährung lesen oder Beiträge sehen, dann gibt es immer den Hinweis auf die wissenschaftliche Begründung. Das schafft Vertrauen. Man kann sich dann zurücklehnen und entspannen. Die Wissenschaft hat ja die eigene Meinung gut begründet.

Die Mühe sich in die Studien einzulesen machen sich die wenigsten. Und selbst wenn: Schon einfachste Dinge wie der Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität sind beim Großteil der Bevölkerung keine verstandenen Konzepte.

Das ist fatal. Denn wer eine Korrelation für Kausalität hält, dem kann man im Prinzip alles verkaufen oder eintrichtern. Irgendeine Korrelation findet man immer.

 

Zur Erinnerung: Eine Korrelation ist ein Zusammenhang.

„Je öfter der Bauer über das Feld läuft, desto schneller wachsen die Pflanzen.“

Das wäre eine Korrelation. Eine Beobachtung über einen existierenden Zusammenhang.

Aber eine Korrelation beantwortet nicht die Frage nach dem Warum.

Wachsen die Pflanzen, weil der Bauer sie besucht? Wohl eher nicht. Eine Kausalität wäre:

„Pflanzen brauchen Wasser zum Wachsen. Der Bauer bringt bei jedem Spaziergang Wasser mit. Deshalb wachsen Pflanzen signifikant schneller, wenn der Bauer vorbeikommt und sie mit Wasser begießt.“

 

Und schon das nächste Trigger-Wort: „Signifikanz

Was heißt das überhaupt? Damit lässt sich jede Small-Talk Diskussion gewinnen, weil viele einfach nicht wissen, was das bedeutet.

Signifikant ist ein Ergebnis dann, wenn es mit fast sicherer Gewissheit nicht durch Zufall oder andere Einflussfaktoren erzielt wurde, sondern durch die vorher gewählte Intervention/Maßnahme.

Wie stark der Effekt dieser Maßnahme dann wirklich ist, sagt die Signifikanz nicht aus.

Das waren ein paar Begrifflichkeiten, die im Umgang mit Studien klar sein müssen.

 

Aber es geht (leider) noch weiter.

Toastbrot ErnährungStudien haben immer eine bestimmte Population (also Menschen oder Tiere, an denen geforscht wird). Das können kranke Menschen sein, gesunde Menschen, Kinder, Jugendliche, Sportler, Rentner…

Die Ergebnisse einer bestimmten Studie können nicht einfach auf die Allgemeinheit übertragen werden. Denn was bei der Ernährung für einen Diabetiker oder einen Krebspatienten gilt, muss nicht automatisch für einen Gesunden gelten.

 

In der Trainingswissenschaft sehen wir das sehr häufig. Viele Studien werden entweder mit Studenten (weil einfache Verfügbarkeit für Forscher) oder Profis (weil Eigeninteresse an Wissenschaft) gemacht. Beide Gruppen sind aber nur bedingt dafür geeignet Erkenntnisse für den Otto Normal Bürger zu machen.

Sportstudenten sind meistens jung, sportlich und gesund. Profis sind hoch austrainierte Sportler. Beide Gruppen reagieren auf Training meistens gut. Aber bei Profis sind Leistungszuwächse eher gering, da sie schon ein unglaubliches Trainingslevel haben. Bei Studenten können die Zuwächse sehr groß sein (wenn es Anfänger sind) oder eher mittelmäßig (wenn es trainierte Sportstudenten sind).

Aber egal wie – die Prozesse laufen beim Otto-Normalbürger anders ab. Dieser hat meist keine Erfahrung mit Training, adaptiert deshalb am Anfang unglaublich schnell, egal was er macht. Aber dann? Wie müssen Hobbyathleten mit einiger Trainingserfahrung trainieren? Wie muss die Generation 50+ leistungsorientiert trainieren? Dazu fehlen dann meist die Studien.

Der schlimmste Fehler, den die meisten im Training dazu übrigens machen, ist es die Ergebnisse und Methoden der Profisportler für sich zu übernehmen. Die Folge? Maßlose Überlastung.

Die zehn, fünfzehn Jahre kontinuierlicher Leistungsaufbau, der optimale Lebensstil (Keine Drogen, kein Alkohol, viel Schlaf, kein Vollzeitjob…) und das Mindset der Athleten fehlt. Aber ohne das alles, kann der Hobbyathlet einfach nicht sechsmal die Woche Vollgas geben und gesund bleiben.

 

 

Zurück zur Ernährung.

Es bleibt festzuhalten, dass die meisten Menschen nicht wissen, wie Studien funktionieren und deshalb mit einfachen pseudowissenschaftlichen Hinweisen zufrieden sind. Hauptsache Wissenschaft eben…

Übrigens: Die allermeisten Wissenschaftler schreiben in ihre Studien sogar selbst, dass die Ergebnisse noch nicht für die Allgemeinheit gelten können, weil einfach zu viele Dinge unbekannt sind und es weiterer Studien bedarf. Diese Hinweise werden dann in den Medien einfach ignoriert. 😉

 

 

  1. Ich mach die Welt so, wie sie mir gefällt

Im Prinzip ist es so: Alles im Leben hat Vor- und Nachteile. Das gilt auch für jedes Lebensmittel. Manche haben mehr Vorteile, andere weniger.

  • Rindfleisch hat beispielsweise sehr, sehr viele Mineralien und Vitamine. Aber den Nachteil von häufig miserabler Tierhaltung und/oder Antibiotika. – Und jetzt? Essen oder nicht?
  • Brot ist eine gute Quelle für Kohlenhydrate. Aber Gluten macht vielen Menschen zu schaffen. – Und jetzt? Essen oder nicht?
  • Obst liefert Energie, ist leicht verdaulich und hat Vitamine. Aber eben auch Fruktose. – Und jetzt? Essen oder nicht?
  • Milchprodukte liefern wichtiges Kalzium und Eiweiß. Aber beinhalten eben auch Laktose und können Allergien verstärken (Stichwort Histamin). – Und jetzt? Essen oder nicht?
  • Thunfisch ist eine sehr gute Eiweiß- und Jodquelle. Aber meist versucht mit Schwermetallen. – Und jetzt? Essen oder nicht?
  • Das Gleiche gilt für den König unter den Omega 3 Qullen: Lachs. – Und jetzt? Essen oder nicht?
  • Hülsenfrüchte liefern Kohlenhydrate und Proteine. Lektine sind aber nicht besonders gesund. – Und jetzt? Essen oder nicht?
  • Reis ist eine unglaublich gute Energiequelle. Aber in der Regel belastet mit Arsen. – Und jetzt? Essen oder nicht?

Schwierig oder?

Du kannst alles essen und findest immer irgendeinen Nachteil.

Jetzt hast du drei Optionen:

Kuchen Ernährung

 

1. Du akzeptierst, dass die Welt so ist und wägst für dich ab, bei welchen Lebensmitteln du die Nachteile in Kauf nimmst und auf welche Lebensmittel du verzichten kannst.

 

2. Du verdienst extrem viel Geld, damit jede einzelne Mahlzeit und jeder Snack (Getränke nicht vergessen) für dich individuell perfekt zusammengestellt ist. Natürlich nur aus höchstqualitativen Zutaten, sowie regionalem, saisonalem und nachhaltigem Anbau. Das Geld brauchst du auch für den Koch, der dir den Vollzeitjob „Über jede Mahlzeit nachdenken“ abnimmt.

 

3. Du folgst einer Ernährungsreligion, ignorierst alle Nachteile DEINER Lebensmittel und hältst Anhängern anderer Ernährungsreligionen Belehrungen über die Nachteile IHRER Lebensmittel.

Du entscheidest.

 

 

  1. Den Faktor Individualität ignoriert

Es könnte so einfach sein… Wir sollten doch 2019 so weit sein, um zu erkennen, dass jeder Mensch anders ist. Nicht nur im Charakter, den Hobbys, der Geschichte und Co. Auch im Stoffwechsel hat jeder Mensch eben eine andere Ausprägung. Nein, es geht nicht um die Blutgruppendiät.

Es geht darum, dass jeder eine andere Zusammensetzung der Darmbakterien hat, dass jeder andere Mengen an Hormonen produziert, die bspw. Kohlenhydrate aufspalten. Es geht darum, dass jeder Mensch ein anderes Blutbild hat und somit auch andere Werte von Vitaminen und Mineralstoffen.

Gewürze ErnährungVitamine und Mineralstoffe braucht der Körper aber, um alle Prozesse des Körpers zu ermöglichen. Fehlt Nährstoff A, kann Prozess B nicht so gut umgesetzt werden. Beispiel Magnesium. Fehlt Magnesium, können viel Prozesse der Fettverbrennung nicht optimal ablaufen.

Das alles ergibt ein höchst differenziertes Bild. Jeder Mensch hat eine leicht andere Verdauung. Natürlich ist jeder Mensch gleich darin, sich nicht ausschließlich von Gras ernähren zu können.

Aber die feinen Unterschiede entscheiden dann eben darüber, ob jemand morgens hungrig ist oder nicht.

Wenn jetzt Ernährungspapst XY kommt und sagt „Ihr müsste alle morgens essen, denn das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages!“, dann ist das gelinde gesagt Schwachsinn.

Übrigens: Ein kleiner Blick in mediterranere Gefilde (wohlgemerkt, immer noch kontinentaleuropäischer Lebensstil) und die Frage, ob Frühstück wirklich essentiell zum Leben ist, hat sich erübrigt. 😉

Andersrum ist es genauso sinnlos zu propagieren: „Höret! Esst bis 12 Uhr alle nichts mehr und dann ab 20 Uhr nichts mehr! Das ist der richtige Weg.“

Manche Menschen laufen auf Kohlenhydraten besser, manche auf Fett. Manche bekommen bei Rohkost Blähungen, manche fühlen sich wie neugeboren. Manche werden von Reis müde, andere eben nicht…

Und es wird noch komplizierter:

Sogar bei jedem Menschen an sich, kann sich das ändern. Was ist, wenn der passionierte Frühstücker morgens plötzlich keinen Hunger mehr hat? Wer hat dann Recht? Der eigene Körper oder das Ernährungsdogma?

 

 

  1. Starren Konzepten folgen

Das bringt uns zum Thema Dogmen. Ernährungsreligionen haben meistens ganz klare, definierte Regeln. Diese werden von den Jüngern eingehalten wie die 10 Gebote.Pancakes Ernährung

Bestärkt wird dieser dogmatische Glaube durch ein starkes Gemeinschaftsgefühl. In Facebookgruppen oder im Bekanntenkreis findet sich immer irgendjemand, der ähnlich denkt. Und schon sind wir in der eigenen kleinen Filterblase und bestärken uns gegenseitig in unserem Denken.

Nach und nach denken wir, alle um uns herum müssten so denken. Warum bloß tun sie es nicht?

Werden die Regeln der Ernährungsreligion dann gebrochen, folgt das schlechte Gewissen. Manchmal folgt dann ein Binge-Anfall. Ein Anfall unkontrollierten Essens mit meist sehr unvorteilhaften Nahrungsmitteln. Das schlechte Gewissen und das Gefühl „versagt“ zu haben, treibt leider viele Menschen dazu bei einem Regelverstoß jegliche Hemmungen zu verlieren. Im Personal Training und/oder dem Ernährungscoaching ist dieses Verhalten ein großes Problem.

Meist sind tiefliegende emotionale Probleme die Ursache (das würde aber wahrlich den Rahmen dieses Artikels sprengen).

Jeder entscheidet natürlich selbst, zu wie viel Prozent er/sie eine Ernährung befolgen will. Die Erfahrung zeigt, dass Leute, die 100, nein, am besten 110% der Regeln einhalten wollen, meistens nicht besonders glücklich mit dieser Ernährung sind. Es ist einfach viel zu viel Stress bei jeder Mahlzeit alles richtig machen zu wollen.

 

Wir haben im Leben schon genug Stress. Dann auch noch bei der Ernährung 100% alles richtig machen müssen? Klappt bei den meisten nicht gut (natürlich gibt es auch viele, bei denen es klappt). Es gibt aber zwei fundamental verschiedene Wege damit umzugehen:

  1. Akzeptieren, dass du nicht perfekt bist und dir auch gerne mal etwas gönnen.
  2. Verzweifeln, dich hassen/bestrafen und von vorne anfangen (diesmal mit 120%)

 

Problematisch an diesen Ersatzreligionen sind generell:

  1. Der Glaubenskampf mit anderen: Nicht alle, aber einige müssen andere scheinbar bekehren, was sehr respektlos gegenüber den Einstellungen anderer Menschen ist.
  2. Essen wird mit negativen Emotionen und Stress verbunden, denn „Ich muss unbedingt XY vermeiden“, „Ich darf bloß nicht…“, „Oh nein. Ich hab’s schon wieder getan. Ich versage immer wieder.“ – schrecklich für die Lebensqualität so vieler Menschen
  3. Warnsignale des Körpers werden überhört oder ignoriert, denn es gilt „durchzuhalten“

 

 

  1. Sich selbst be***eißen

Viele Menschen machen bei der Ernährung auch schlicht und ergreifend den Fehler sich selbst zu betrügen.

Auf der einen Seite einer strengen Ernährungsreligion angehören und auf der anderen Seite eine halbe Tüte Chips am Abend zu essen macht nicht viel Sinn. So erreicht man selbst mit der besten Ernährungsform eher schwerlich sein Ziel.

So werden auch einerseits die Vorteile vieler Ernährungsformen (die es ja unbestreitbar gibt) unterwandert und andererseits macht das viele, viele Diskussionen lächerlich.

Wenn Person A Person B (wichtig: ohne direkte Nachfrage) erklärt, dass Fleisch total schädlich ist, weil XY, sich aber abends immer einen halben Becher Eis reinschiebt, dann gilt der Spruch:

„Erstmal vor der eigenen Haustür kehren.“

 

 

  1. Angst sich auszuprobieren/zu vertrauen

Eiswaffel ErnährungViele überhören Warnsignale ihres Körpers. Dabei kann niemand so gut wissen, was dein Körper braucht, als dein Körper!

Wie soll ein Buchautor in Los Angelas, der über das schreibt was bei IHM funktioniert hat, wissen, welches Blutbild du hast, welche Allergien, welche Vorlieben, wie viel Budget, wie viel Zeit, welche Unverträglichkeiten, welche Krankheiten…? Wie?

Leider wollen viele aber auch die Warnsignale nicht hören. Denn das würde bedeuten, man müsste etwas ändern. Und als Anhänger einer Ernährungsreligion bedeutet ändern Austritt aus der Glaubensgemeinschaft.

Das ist verbunden mit dem Verlust des Gemeinschaftsgefühls. Ebenfalls mit dem Eingeständnis einige Zeit einen falschen Weg gegangen zu haben. Das ist kritisch. Generell gefällt es Menschen nicht, sich eingestehen zu müssen, dass ein eingeschlagener Weg falsch war.

Dieser Effekt ist umso stärker, je mehr Leidenschaft zuvor in den Weg investiert wurde. Und bei Ernährungsreligionen ist das in der Regel einiges…

Oft hängt auch ein Stück des Selbstbildes von der Ernährung ab. Passt die Ernährung nicht mehr, leidet dieses Selbstbild. Es ist generell einfach riskant sein Selbstbild an etwas wie eine Ernährung zu knüpfen. Auch das ist im Personal Training häufig eine schwierige Situation mit Kunden.

Solltest du aber folgende Signale deines Körpers bekommen und hängst einer restriktiven Ernährungsform an, dann könnte es sich lohnen, etwas anderes auszuprobieren:

  • Häufige Stimmungsschwankungen
  • Deutliche Probleme mit der Wachheit im Tagesverlauf
  • Energielosigkeit
  • Schlafprobleme
  • Gereiztheit
  • Keine Kraft für Training
  • Keine Kraft im Training
  • Kein Abnehmen trotz Kaloriendefizit
  • Kein Muskelaufbau trotz gutem Training
  • Starke Infektanfälligkeit

 

All das sind Warnsignale deines Körpers.

Die Ursachen können vielfältig sein. Eine Ursache kann aber die Ernährung sein.

Gerade bei Themen wie „Keine Kraft für Training“, „Keine Kraft im Training“, „Stimmungsschwankungen“ und „Kein Abnehmen trotz Kaloriendefizit“ wird meistens schlicht und ergreifend zu wenig gegessen.

 

Churros Ernährung

Was spricht eigentlich dagegen verschiedene Dinge auszuprobieren?

Einfach mal ein paar Wochen so, dann ein paar Wochen so?

Diese Ernährungsform ausprobieren, dann diese, dann jene… Danach einfach mal schauen, mit welcher Ernährungsform du am besten gefahren bist.

Folgende Parameter helfen dir zu überprüfen, ob du eine für dich und deinen Körper passende Ernährungsform gefunden hast:

  • Mentale Leistungsfähigkeit
  • Körperliche Leistungsfähigkeit
  • Ausgeglichenheit
  • Blutbild (mit Arzt regelmäßig besprechen)
  • Körperzusammensetzung
  • Sportliche Leistungsfähigkeit/Zielerreichung

 

Hör in der Zeit auf niemanden, vor allem nicht auf Ernährungspäpste. Höre auf deinen Körper. Stelle wieder eine Verbindung zum Körper her. Du wirst merken, dass du mit etwas Übung sogar recht schnell feststellen kannst, welche Lebensmittel zu dir passen und mit welchen du Erfolge feiern kannst.

Warum solltest du dann noch auf irgendeinen Erfinder einer Ernährungsform hören? Dein Körper gibt dir ja dann schon die richtige Antwort.

Du darfst ihm gerne mehr vertrauen. Er freut sich. 😊

 

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Übrigens:

In unserer Ernährungscoach B-Lizenz lernst du Grundlagen der Ernährung, Verdauung etc. kennen, um die Vorgänge in deinem Körper besser verstehen zu können. Darauf basierend kannst du bessere Entscheidungen für dich und andere treffen.

In der fortgeschrittenen Ernährungscoach A-Lizenz geht es dann um leistungsbezogene Ernährung, verschiedenste Ernährungsformen, sinnvolle/sinnlose Supplementation und um den Coaching-Aspekt, um Kunden nachhaltig bei ihren Zielen zu unterstützen.

Wir vertreten in keiner Lizenz eine besondere Ernährungsform. 😊

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